STÜCKE
AKTUELL:
FRUSTLOOPS 5+ PREMIERE 26.11.26
Ein partizipativer Theaterparkour über Ungerechtigkeit vom Estupefacta Kollektiv
Als erster Teil unserer Konzeptionsförderung “Ungeheuer - Ungerechtigkeit, Scham und Zartheit - drei emotional komplexe Erfahrungen für Grundschüler*innen”
Regie: Norel Kühnhold | Dramaturgie: Victor Artiga Rodriguez | Regieassistenz: Eli Root | Bühne: Yi-Jou Chuang | Kostüm: Noa Noelani | Musik: Shey Rah | Spiel: Ali Ahmad, Sylas Noah Starckjohann & Renée Grothkopf | Produktionsleitung: Jula Meidenbauer | Vermittlung: Antonia Rehfueß | Konzept: Norel Kühnhold, Noa Noelani, Jula Meidenbauer & Renée Grothkopf
Wenn drei Geschwister sich streiten,freuen sich der Hase und der Igel. Nach einem Wettlauf up de lütje Heide, müssen wir feststellen, dass immer noch nicht geklärt ist, wer jetzt eigentlich gewonnen hat. Unfair! Oder? Lässt sich das überhaupt eindeutig bestimmen? Unfaire Schiris weisen uns zurecht - warum dürfen die eigentlich entscheiden? Während wir die Ungleichbehandlung der Schiedsrichter ertragen, entwickeln wir aus Trotz die ungerechtesten Spiele der Welt - und haben Spaß dabei. Wir stapeln Klöße im Hals und loopen Wutschreie. Wir bauen einen Turm aus Frust und bringen ihn gemeinsam zum Einstürzen.Wann kippt der Turm? Wenn Empörung, Frust und Wut wachsen, können wir sie in etwas Produktives umwandeln? Wer traut sich den Turm zu erklimmen? Mit interaktiven Sounds, Kostümen zum Rein- und wieder Rausschlüpfen und Bühnenelementen zum Umbauen suchen Estupefacta nach emotionalen Zwischenräumen, die nicht nur ausgehalten, sondern zu Impulsgebern für Veränderung werden. Können wir darin kollektiv Spaß und Widerstand entwickeln? In FRUST LOOPS geht es um die Erfahrung von Ungerechtigkeit und was diese mit uns macht. Wie reagiere ich auf Ungerechtigkeit? Ist das, was ich erlebe, wirklich ungerecht? Und wie gehe ich gegen die großen Ungerechtigkeiten vor?
In Kooperation mit dem Zentrum Kulturelle Bildung und Vermittlung Hamburg, den Kulturagent:innen Hamburg und der Brüder Grimm Schule, Max-Brauer-Schule und der Schule am Schleemer Park.
Gefördert von der Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Zeit-Stiftung BUCERIUS, dem Projektfonds Kultur & Schule aus Mitteln der Freien und Hansestadt Hamburg und der Mara und Holger Cassens-Stiftung.
Premiere: Do. 26. November 2026, 10:00 | weitere Vorstellungen:
Fr. 27. November, 10:00 + Sa 28. November 2026, 16:00
RAUFKREISEN
Eine partizipative KampfperformancePREMIERE 11.5.2025 Fundus Theater Hamburg
Für junges Publikum 6-10 Jahre
"Ein riesiger Boxring bewegt sich durch den Raum und wir stehen mittendrin. Zwei Tiere bereiten sich auf ein Kampfturnier vor und nehmen uns mit ins Zirkeltraining und an den Boxsack. Sind das Boxhandschuhe, die wir anhaben, oder Kissen? Zu welchem Tier wirst du, wenn du kämpfst? Wie bewegen wir uns im Takt der Kampfgeräusche – hu, ha, his? Wir lieben es zu kämpfen, zu rangeln und zu raufen und wir fragen uns, welche Voraussetzung braucht es für einen euphorischen Spaßkampf?“
RAUFKREISEN behandelt das Thema Kämpfen als Erfahrung von Stärke und Schwäche, Grenzen und Grenzüberschreitung sowie Konsens und Rückzug. Gemeinsam wollen wir bestimmen, wie wir raufen wollen. Dabei fragen wir uns: Wer wird angefeuert? Wer entmutigt? Für wen bedeutet es was, sich selbst zu ermächtigen und sich nicht mehr alles gefallen zu lassen? Lasst uns gemeinsam eine Rauf-Utopie entwickeln!
Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg und die Hamburgische Kulturstiftung. Supported by Probebühne im Gängeviertel, MAC - Martial Arts Concepts, Sportstudio Popeye und Scheinwerfer Dance Center.
Regie und Projektleitung: Nora Kühnhold / Dramaturgie: Renée Grothkopf / Regieassistenz: Jula Meidenbauer / Bühne und Kostüm: Noa Noelani, Miranda Simón Abelló / Musik: Shey Rah / Performance: Ali Ahmad, Renée Grothkopf, Nora Kühnhold, Noa Noelani, Jula Meidenbauer
Die Zweite Sonne
Schauspiel von Svenja Viola BungartenRelaxed Performance
Für junges Publikum ab 13 Jahren
Premiere am 29. November 2024 am Theater Lüneburg
Link zum Trailer
Es ist das Jahr 1999, die Menschen bereiten sich auf die große Sonnenfinsternis vor. Doch anstelle der befürchteten Apokalypse geschieht ein anderes Unglück: Alle Mütter verschwinden spurlos. Eine Reporterin bleibt über die folgenden Jahrzehnte an dem Fall dran und wundert sich über alleinerziehende Väter und weitere neue Realitäten. Über mehrere Generationen verfolgt sie, wie eine Krise nach der anderen die Gesellschaft erschüttert. Derweil betrachten – gelassen und vergnügt – die Kosmischen, eine höher entwickelte Lebensform, das Geschehen von außen. Sie haben in ihrem Paralleluniversum schon lange ein Utopia erschaffen ...
Humorvoll und eindringlich erzählt „Die zweite Sonne” von der Untergangsstimmung unserer Zeit und stellt dabei Fragen nach einer möglichen Zukunft. Ökologische, soziale und politische Krisen hängen zusammen. Aber geht es auch anders? Wie können wir über die Generationen hinweg für eine Zukunft einstehen, die für alle lebenswert und bewohnbar ist? Müssen wir nur unsere veralteten Sichtweisen abstreifen, um die Welt zu retten? Der Text ist eine raffinierte Partitur der Vielstimmigkeit, die überaus versöhnlich und enorm komisch ist.
Nora Kühnhold inszeniert „Die zweite Sonne“ als vielstimmige Partitur und ästhetische Collage, in welcher der Text in Resonanz zu Körper, Musik und Stimme geht. Aus der diskursiven Vielfalt des Textes sucht they nach theatralen und emotionalen Entsprechungen, um die Menschen, aber auch nicht-menschliche Wesen als Akteur:innen von Umwelt und Welt zu bebildern.
Regie: Nora Kühnhold / Dramaturgie: Maria Zamel / Bühne & Kostüm: Hanna Roxane Scherwinski / Musik: Shey Rah, mit Hannah Rang, Philip Richert, Michael Dario Schütz
Borkenbicha
Ein Sci-Fi Wald-Parkour des Estupefacta KollektivsPremiere am 28. Oktober 2023 am Fundus Theater Hamburg
Für Junges Publikum 8-12 Jahre
Link zum Mitschnitt
Unter der Rinde haben sich die Borkenkäfer ein wohliges Zuhause geschaffen, aber die Menschen sehen die Borkenkäfer als Feind:innen des Waldes. Sie werfen ihnen vor, die Bäume zu zerstören, dabei sind es die Menschen selbst, die die Klimakrise und das Sterben der Bäume vorantreiben.
Wir fordern ein Zuhause für den Borkenkäfer! Wir fordern: Menschen stellt euch mit uns Insekten gegen die gigantische Hausräumung!
In ihrem Sci-Fi-Wald-Parkour entwickeln das Kollektiv Estupefacta und drei Schüler*innen aus Eidelstedt und Jenfeld ein Stück über queere Borkenkäfer, die die deutschen Fichtenmonokulturen zerstören, um sie in einen biodiversen Zukunftswald zu verwandeln. Zusammen mit dem Publikum beginnt das große Fressen: Taucht ein mit uns in die Kambiumschicht! Wir feiern das Todholz im Waldboden-Club, demonstrieren gegen die Rodung des Waldes, gießen die Bäume und essen Baumkuchen!
Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien und die Mara-und- Holger-Cassens-Stiftung.
Konzept & Performance: Estupefacta Kollektiv (Eidglas Xavier, Noa Noelani, Nora Kühnhold, Renée Grothkopf) mit Vicky Kouakou, Doro Heins, Tom Rieck, Sylas Noah Starckhohann und Yannik Schempp | Prozessgestaltung: Nora Kühnhold | Bühne & Kostüm: Noa Noelani | Dramaturgie: Renée Grothkopf | Choreografie: Eidglas Xavier | Regieassistenz: Jula Meidenbauer | Bühnenbildassistenz: Miranda Simón Abelló
CO-OP MODE
#NoHateSpeech Stückentwicklung Premiere 28. April 2023 am KJT Dortmund
Link zum Trailer
Wo verläuft die Trennung zwischen analoger und digitaler Welt? Gibt es sie noch?
START. [Press Enter]. Du findest dich in einer grünen und bewaldeten Umgebung wieder. Nachdem du losläufst, um sie zu erkunden, wirst du von einem Insekt angehalten. Ein Tutorial beginnt. Die Spielmechanik scheint zunächst einfach, doch: „Hier erreicht man seine Ziele nur gemeinsam. Im co-op mode“. Kurze Zeit später die Ernüchterung: ein Hackerangriff. Alle Spieler*innen fliegen aus dem Spiel. Geschlechtergerechte Sprache und demokratische Räteentscheidungen machen das Game schon vor Veröffentlichung zur Zielscheibe. Ein Angriff aus dem rechten politischen Spektrum?
Digitale Räume bieten unendliche Möglichkeiten, aber auch Risiken wie Diskriminierung. Längst ist Meme-Kultur auch im alltäglichen Sprachgebrauch angekommen. Diskussionen in Chats oder Foren, die Teilnahme an Streams sowie Begegnungen in Games und auf Social Media finden täglich statt – konflikthafte Aushandlungen vorprogrammiert!
Die Erfahrung mit der Negativ-Spirale solcher Kommentarspalten macht auch Lukas, der ohnehin mit sich und der Welt hadert. Gleichzeitig entstehen alternative Gemeinschaften im Netz, Gleichgesinnte finden schneller zueinander. Dies zu unterstützen, dafür macht sich Netzaktivist Vincent stark. Wie schaffen wir gemeinsam Räume für alle und bauen solche stärkenden Communities auf?
Begeben wir uns hinein in diese Spielwelt, die wir gemeinsam erforschen wollen. User*innen, vereinigt euch!
Regie Nora Kühnhold, Renée Grothkopf / Bühne Lola Schmid / Kostüm Lola Schmid, Céline van de Loo / Dramaturgie Jacqueline Rausch
/ Sounddesign und Musik İlkyaz Yağmur Özköroğlu / Beratung Said Rezek / Theatervermittlung Christine Appelbaum / Regieassistenz Franziska Hoffmann / Video, Inspizienz Peter Kirschke / Produktionsassistenz Hannah Löwer / Mit Thomas Ehrlichmann und Jan Westphal
UNFREEZING THEM
Relaxed PerformanceVon Kay Matter und Nora Kühnhold
Premiere am 3. September 2022 am LICHTHOF Theater Hamburg
Gewinner*innen des START OFF Wettbewerbs
Link zum Mitschnitt
Ort: Centralia
In? Pennsylvania, USA
Uhrzeit: 07:50 Uhr
Postleitzahl? Gibt es nicht mehr.
Es ist noch dunkel.
Noch sitzt der Kanarienvogel auf seiner Stange.
Gelb leuchtet er im ersten Licht des Tages.
Seine Augen dabei: geschlossen.
Seine Federn bewegen sich leicht im warmen Wind.
22 Grad Celsius.
Im Januar! Es ist 07:51 Uhr und der Einsatz beginnt.
Die neue Start Off Produktion kreist um das Unruhigwerden des Bodens in Zeiten der Klimakrise. Ausgehend von Orten, an denen die Klimakrise konkret in Erscheinung tritt, suchen die Künstler:innen nach neuen Perspektiven auf (Un-) Möglichkeiten des Zusammenlebens in den Trümmern des Kapitalismus.
In Centralia (Pennsylvania) schwelt seit 1962 ein Kohlebrand unter dem Stadtgebiet; Straßen reißen auf, Menschen verschwinden in Löchern. In Sibirien tauchen ausgestorbene Tiere aus dem schmelzenden Permafrost auf. Der Aralsee verwandelt sich in eine Wüste mit Kamelen statt Fischen. Und auch in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen werden die Böden immer brüchiger.
Die drei Performer:innen in Unfreezing Them erforschen Beziehungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen, lebenden und nicht-lebenden Akteur:innen, die diese Orte konkreter Zerstörung bewohnen. Wie verändert das Unruhigwerden des Bodens ihr Miteinander? Welche Verbindungen reißen, welche neuen, unwahrscheinlichen Symbiosen entstehen?
Idee und Konzept: Nora Kühnhold und Kay Matter / Regie: Nora Kühnhold / Dramaturgie, Text, Co- Regie: Kay Matter / Performer:innen: Cennet Alkan, Yazan Melhem, Eidglas Xavier / Bühne: Daniela Aparicio Ugalde und Jo Landt / Kostüme: Lola Carola Schmid / Kostümassistenz: Céline van de Loo / Sound: İlkyaz Yağmur Özköroğlu / Lichtdesign: Sönke Christian Herm / Produktionsleitung: Gesine Lenz / Produktionsassistenz: Jasmina Lihring / Technische Leitung: Beata Berger / / Dramaturgische Mitarbeit und Outside Eye: Sinje Kortenhaus, Emil Leske, Helen Isabel Marx